Beerdigung mit Urne

Die Planung einer Beerdigung

Letztes Jahr verstarb meine Großmutter. Ich begleitete meinen Vater und meinen Onkel bei der Vorbereitung der Beerdigung, denn es sind schon einige Schritte zu erledigen. Hier beschreibe ich die einzelnen Schritte nach dem Tod meiner Oma bis zur Beerdigung.

Das Gespräch mit der Polizei

Meine Oma ist Zuhause gestürzt und hatte den klassischen Oberschenkelhalsbruch, der natürlich viele Folgekrankheiten auslöste. Durch den häuslichen Unfall kam kurz nach dem Tod die Kriminalpolizei in das Krankenhaus, um die Familie zu befragen. Dies ist ein normaler Prozess, um einen unnatürlichen Tod ausschließen zu können.

Der Besuch beim Bestatter

Noch vor Ort suchten wir im Internet nach einem Bestatter, doch wir alle hatten keine Erfahrungen mit Bestattern aus der Stadt Essen. Jedoch ist ein guter Freund mit einem Bestatter befreundet und auch ich kenne ihn persönlich. Wir bekamen am Folgetag einen Termin. Mir war bis dahin nie bewusst, dass ein Bestatter wirklich fast alle Planungen für die Beerdigung übernehmen.

Themen bei dem Bestatter

Wir gingen einen ausführlichen Fragekatalog durch und besprachen unter anderem:

  • Organisation der Sterbeurkunde
  • Auswahl des Friedhofs
  • Ort der Beerdigung
  • Auswahl eines Sargs oder einer Urne
  • Buchung eines Zeit-Slots
  • Kontakt zu einem Trauerredner
  • Musikauswahl
  • Blumenauswahl
  • Kontakt zu einem Floristen
  • Reservierung für den Leichenschmaus

Die passende Urne für die Oma finden

Wir bekamen einen Tipp für einen Online-Shop für Urnen und bestellten unter www.mementi-urnen.de die passende Urne für die Oma. Die Auswahl war auf den ersten Blick ermüdend, denn es gibt mit Keramik, Glas, Marmor, Metall, Papier und Urnen zum selber gestalten so eine große Auswahl. Die Lieferzeit betrug gerade mal zwei Tage und wir konnten die Beerdigung genau nach den Vorstellung unserer Oma gestalten.

Die Absprachen mit dem Trauerredner

Meine Oma trat viele Jahre vor dem Tod aus der Kirche aus, aber natürlich sollte jemand etwas sagen. Ein Trauerredner kam uns Zuhause besuchen und stellte uns viele Fragen. Daraus bastelte er einen Text. Nach dem professionellen Redner hielt ich eine Trauerrede, denn es war mir ein tiefes Bedürfnis.

Die Trauerfeier und Beerdigung

Am Tag der Beerdigung musste sich die Familie um nichts mehr kümmern. Der Florist lieferte die Blumen direkt zu dem Friedhof. Vor Ort war alles vorbereitet und am Ende der Zeremonie warteten bereits die Grabträger. Einige Mitarbeiter trugen die Blumengestecke aus der Kapelle zu der Grabstelle, so dass wir hier bei der Beerdigung einen geschmückten Platz vorfanden und dann die persönliche Verabschiedung vor der Urne.

Verträge und Wohnung

Die Kinder meiner Oma mussten sich noch mit dem Papierkram kümmern und kündigten mit Hilfe der ausgestellten Sterbeurkunde alle Verträge, wie auch den Mietvertrag mit der Wohnung. Ein professioneller Entrümpler sorgte für eine besenreine Übergabe der Wohnung. Zuvor hatte die Familie alle Gegenstände für den eigenen Bedarf und den Verkauf bereits aussortiert. Wir fanden einen seriösen Dienstleiter für die Entrümpelung der Wohnung, denn er machte uns ein Angebot für die kostenlose Entrümpelung und wir bekamen für die Möbelstücke und alles weiteren Gegenstände sogar noch Geld von ihm.

Die Warterei auf den Grabstein

Der letzte Punkt bestand aus der Warterei auf den Grabstein. Bedingt durch die Corona-Krise dauerte dieser Vorgang mehrere Monate, so dass wir nach sieben Monaten alle Angelegenheiten nun erledigt haben. Es war ein harter und schmerzhafter Prozess, der wahrscheinlich nie einfacher wird.

Bildquelle: Pixabay-User webandi

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