Männer mit Impotenz

Was ist Impotenz (Erektionsstörungen)?

Eine erektile Dysfunktion besteht erst dann, wenn ein Mann in mehr als zwei Dritteln aller Fälle keine für einen Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion bekommt oder aufrecht erhalten kann und wenn dieser Zustand über mindestens sechs Monate anhält. Nach einer fachärztlichen Anamnese ist es möglich, Erektionsstörungen effektiv zu behandeln. Die Auswahlmöglichkeiten variieren zwischen pflanzlichen, medikamentösen oder mechanischen Methoden.

Aus medizinischer Sicht vereint der Begriff Impotenz drei verschiedene Krankheitsbilder:

  1. die erektile Dysfunktion,
  2. die Anejakulation,
  3. die Zeugungsunfähigkeit.

Umgangssprachlich wird das Problem der Impotenz jedoch zumeist mit dem Krankheitsbild einer erektilen Dysfunktion gleichgesetzt.

Symptome

Eine erektile Dysfunktion besteht erst dann, wenn ein Mann in mehr als zwei Dritteln aller Fälle keine für einen Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion bekommt oder aufrecht erhalten kann und wenn dieser Zustand über mindestens sechs Monate anhält. Oft wird die Erektion des Penis bereits kurz nach dem Eintritt in die Vagina beendet. Teilweise ist der Samenerguss nicht mehr beeinflussbar und mit der Zeit ist eine Erektion nicht mehr möglich. Circa fünf Prozent aller Männer leidet darunter.

Dahingegen bestehen bei einer Anejakulation zwar keine Probleme mit der Erektion, doch es kommt es nur selten oder nie zum Samenerguss. Bei der Zeugungsunfähigkeit gelangen die Spermien des Mannes nicht bis zur weiblichen Eizelle beziehungsweise sind nicht imstande diese zu befruchten.

Ursachen

Eine erektile Dysfunktion kann psychische Ursachen haben, doch gerade bei älteren Männern kommen zumeist körperliche Ursachen hinzu. Letztere zeigen sich zumeist in Form einer Penisdurchblutung gestört oder in einer Erkrankung der Penismuskulatur.

Entweder gelangt aufgrund verkalkter Arterien zu wenig Blut in den Penis, oder das Blut fließt zu schnell wieder ab oder auch beides. In Folge reicht die Blutmenge in den Schwellkörpern des Penis nicht mehr für eine zufiredenstellende Erektion aus.

Zu den psychologischen Ursachen einer erektilen Dysfunktion zählen:

  • Erschöpfung
  • Ungelöste sexuelle Orientierung
  • Depressionen
  • Stress

Physische Ursachen:

  • Cerebrale- oder Rückenmarksverletzungen
  • Übergewicht bzw. Adipositas
  • Diabetes
  • Rauchen und Alkoholismus

Nicht zuletzt gehören erektile Dysfunktionen auch zu Nebenwirkungen einiger Medikamente, wie beispielsweise Antihypertensiva (Arzneimittel gegen Bluthochdruck), Antidepressive (Präparate gegen Depressionen), Mehrfachmedikationen oder Medikamente gegen benigne Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung).

Der Grund für eine Anejakulation liegt zumeist in einer Erkrankung oder Verletzung der Wirbelsäule. Bei der Zeugungsunfähigkeit kann es sein, dass nicht ausreichend viele Spermienproduziert werden oder diese nur von minderer Qualität sind.

Prävention von Impotenz

Bei Erektionsproblemen spielen psychische Faktoren eine große Rolle. Deshalb ist es ratsam, psychische Belastungsfaktoren, wie beispielsweise konstant hohen Stress sehr ernst zu nehmen, um weiter reichenden Erkrankungen vorzubeugen.

Da eine erektile Dysfunktion jedoch auf körperlicher Ebene oftmals auch ein Zeichen für eine allgemein gestörte Durchblutung ist, sind vorbeugende Maßnahmen gegen Durchblutungsstörungen zugleich Maßnahmen gegen spätere Erektionsprobleme.

Behandlungsmöglichkeiten von Impotenz

Nach einer fachärztlichen Anamnese ist es möglich, Erektionsstörungen effektiv zu behandeln. Die Auswahlmöglichkeiten variieren zwischen pflanzlichen, medikamentösen oder mechanischen Methoden.

Sehr verbreitet ist der Einsatz von PDE-5-Hemmern. Diese bewirken, dass das bei sexueller Erregung freigesetzte Enzym Phosphodiesterase-5 langsamer abgebaut wird, wodurch eine Erektion entsteht oder länger bestehen bleibt.

Es besteht die Möglichkeit, erektile Dysfunktionen mithilfe pflanzlicher Arzneimittel zu heilen. Grundsätzlich gilt hierbei zu beachten, dass pflanzliche Potenzmittel ähnliche Wirkungen erzielen können, wie synthetisch hergestellte Präparate.

Bei der Vakuumtherapie wird dahingegen ein Plastikzylinder mit Saugpumpe auf den Penis aufgesetzt und ein Unterdruck erzeugt´, wodurch das Blut verstärkt in die Schwellkörper fließt. Schließlich besteht die Möglichkeit, Schwellkörper-Implantate aus Silikon per Operation dauerhaft in die Schwellkörper einzusetzen. Diese können entweder auf “Knopfdruck” befüllt werden oder sind dauerhaft steif, aber biegsam.

Bildquelle: Pixabay-User jarmoluk

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